Hilfe bei sexualisierter Gewalt in der Kirche

 
Unsere Kirchengemeinde soll einen sicheren Lern- und Lebensort bieten – Aktuelle Prozesse und Neuerungen in der „Prävention gegen sexualisierte Gewalt“
Das Thema Gewalt – insbesondere sexualisierte Gewalt – ist kein einfaches Thema. Es ist aber wichtig, es nicht zu verschweigen oder so zu tun als gäbe es dies nicht. Achten Sie bitte selbst auf sich, ob Sie den folgenden Text alleine oder eventuell lieber zusammen mit einer Ihnen vertrauten Person lesen mögen.
Eine jede und ein jeder kann von Grenzverletzungen und sexuellen Übergriffen betroffen sein. Umso wichtiger ist es, dass sich einige Menschen in unserer Kirchengemeinde mit der Aufgabe der Prävention gegen sexualisierte Gewalt beschäftigen.
Warum also „Prävention gegen sexualisierte Gewalt“?
Der Kirchengemeinde Lörrach-Inzlingen ist es wichtig, dass sie ein sicherer Ort ist – besonders für Kinder, Jugendliche und schutz- und hilfsbedürftige Erwachsene. Es gilt daher die Würde und Integrität aller Menschen, die sich bei uns engagieren oder an einem Angebot teilnehmen, zu achten. Dabei soll vor Gewalt – insbesondere sexualisierter Gewalt – geschützt werden. Dies ist auch eine Konsequenz aus den zahlreichen Missbrauchsfällen in der Kirche und dem Wegschauen vieler Verantwortungsträger. Noch viel mehr wollen wir aber eine Kultur des achtsamen Miteinanders stärken und weiterentwickeln. Eine solche Kultur ist unser Ziel!
An was arbeiten wir gerade?
Um dem genannten Ziel näher zu kommen, setzen wir sukzessive Präventionsmaßnahmen um und erneuern aktuell unsere Konzepte. Wir tun dies auf Basis der Regelungen der Erzdiözese Freiburg. So ist zum Beispiel eine vom Pfarrgemeinderat beauftragte Arbeitsgruppe gestartet. In ihr arbeiten derzeit Pfarrgemeinderäte und eine Jugendvertreterin an einem neuen Institutionellen Schutzkonzept für die Kirchengemeinde. Wir beschreiben im Schutzkonzept, wie wir grenzverletzendes und übergriffiges Handeln vermeiden. Es geht auch darum, wie wir mit Meldungen der Vermutung oder Beobachtung von sexualisierter Gewalt umgehen. Das Konzept beinhaltet zudem Erkenntnisse aus verschiedenen Schutz- und Risikoanalysen. Bei deren Erstellung engagieren sich noch einige Menschen mehr! Das Gute daran: Die Arbeit baut auf einem Konzept des Dekanats Wiesental auf. Dadurch können einige Erkenntnisse auch ab 2026 für die neue Kirchengemeinde „Wiesental-Dreiländereck“ verwendet werden.
Wen kann ich zum Thema Prävention oder wenn ich eine Vermutung oder Vorfall von sexualisierter Gewalt beobachte in der Kirchengemeinde eigentlich ansprechen?
Konkret vor Ort in der Kirchengemeinde gibt es „Ansprechpersonen für Prävention gegen sexualisierte Gewalt“. Diese gab es bislang bei uns nicht. Mit Dorothee Vollmer und Michael Trost haben sich dankbarerweise zwei kompetente Personen zu diesem Ehrenamt bereiterklärt. Neben ihnen ist als hauptberufliche Ansprechperson für Prävention Pastoralreferent Kilian Derdau eine mögliche Anlaufstelle. Manchmal kann es aber passender sein, jemanden außerhalb der Kirchengemeinde oder auch ganz außerhalb der Kirche zu kontaktieren.
 

Ehrenamtliche Ansprechpersonen für Prävention gegen sexualisierte Gewalt der Kirchengemeinde:
Per Telefon hinterlassen Sie bitte eine Kontaktmöglichkeit im Pfarrbüro St. Bonifatius, Tel: (07621) 422339-0 
Die Ansprechperson meldet sich dann!
 
Hauptberufliche Ansprechperson für Prävention gegen sexualisierte Gewalt der Kirchengemeinde:
 
 
 

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In Zusammenarbeit mit verschiedenen Facheinrichtungen und Experten