„Im Leben Glauben entdecken – Im Glauben Leben finden“
Der Arbeitskreis „Im Leben Glauben entdecken – Im Glauben Leben finden“ will vor allem gemeinsam mit Erwachsenen Lebens- und Glaubenserfahrungen entdecken und zum Ausdruck bringen. So stärken wir in diesen Begegnungen den christlichen Glauben. Dazu sollen auch Menschen Zugang finden können, die wenig oder nur für kurze Zeit mit Kirche in Kontakt treten.
Aufgabe:
- Der Arbeitskreis will „geschützte Räume“ und „geeignete Anlässe“ bieten, damit Menschen ins Gespräch kommen über ihren Weg mit Gott.
- Diese Gespräche sollen sich orientieren an den Lebens- und Glaubensfragen der Beteiligten.
- Die Beteiligten sollen die Möglichkeit haben, ihre Vorstellungen und Initiativen einzubringen.
Der Arbeitskreis entstand 2009 aus den Diskussionen der 2005 verabschiedeten Pastoralen Leitlinien der Erzdiözese Freiburg „Den Aufbruch gestalten“. Das Thema ist seither Schwerpunkt in unserer Kirchengemeinde.
Der Arbeitskreis „Im Leben Glauben entdecken – im Glauben Leben finden“ holt im 30. Jahr der „Erklärung zum Weltethos“ die Weltethos-Ausstellung nach Lörrach und hat gemeinsam mit Kooperationspartner*innen ein vielseitiges Programm zusammengestellt.
Die Wanderausstellung durch 6 Kirchengemeinden in und um Lörrach vom 26. April bis 23. Juli 2023.
Weltethos-Ausstellung eröffnet
In der gut besetzten kath. Kirche St. Peter und Paul in Inzlingen wurde am vergangenen Samstag die Weltethos-Ausstellung mit einem ökumenischen Gottesdienst eröffnet. In den Mittelpunkt stellt die Vorbereitungsgruppe die „Goldene Regel“, die – als Sprichwort – jedem bekannt ist: „Was du nicht willst das man dir tu, das füg auch keinem andern zu.“ In 8 verschiedenen Sprachen wurde sie vorgetragen, ebenso in 8 Fassungen großer Religionen. Sie ist weltumspannend bekannt und gilt – auch in nicht-religiösem Kontext. In einem Anspiel wurde deutlich, wie alltäglich sie Anwendung finden kann: eine Frau beobachtet, dass jemand auf der Parkbank seinen Müll einfach liegen läßt und sich keine Gedanken darüber macht, wer ihn wegräumt. Was du nicht willst, das man dir tu….
Pfr. Giesler, der zusammen mit dem pensionierten Pfr. Geis den Gottesdienst leitete, ging in seiner Predigt darauf ein, dass diese Regel uralt ist und Werte schützen soll. Kritisch wird es, wenn Regelungen ausufern und für sich selbst stehen. Dann geht der Sinn und die Akzeptanz verloren. Die Goldene Regel schützt Humanität und Gegenseitigkeit und ist in jedem Lebensalter verständlich und umsetzbar.
Der Gottesdienst wurde festlich umrahmt von Andreas Mölder und Carlos Cota Lopez an Orgel und Gitarre. Das Lied „We are the world“ leitete über zur Vernissage. Roland Jakob-Roetne, Vorsitzender des Pfarrgemeinderats und Sprecher des AK „Im Leben Glauben entdecken – im Glauben Leben finden, der die Ausstellung nach Lörrach geholt hat, gab eine kurze Einführung und stellte die 18 Tafeln damit in einen Gesamtzusammenhang. Bei einem Glas Wein, Zopf vom örtlichen Bäcker und angeregten Gesprächen klang der Abend aus.
Bis zum 12.5. ist die Ausstellung „Weltreligionen – Weltfrieden – Weltethos“ in der Kath. Kirche in Inzlingen zu sehen. Ein Büchertisch lädt zum Schmökern ein (die Bücher dürfen auch mitgenommen werden), es gibt Info-Material und eine Schatzkiste mit Zitaten aus und um die Religionen, die mitgenommen werden dürfen.
Der Gottesdienst wurde festlich umrahmt von Andreas Mölder und Carlos Cota Lopez an Orgel und Gitarre. Das Lied „We are the world“ leitete über zur Vernissage. Roland Jakob-Roetne, Vorsitzender des Pfarrgemeinderats und Sprecher des AK „Im Leben Glauben entdecken – im Glauben Leben finden, der die Ausstellung nach Lörrach geholt hat, gab eine kurze Einführung und stellte die 18 Tafeln damit in einen Gesamtzusammenhang. Bei einem Glas Wein, Zopf vom örtlichen Bäcker und angeregten Gesprächen klang der Abend aus.
Bis zum 12.5. ist die Ausstellung „Weltreligionen – Weltfrieden – Weltethos“ in der Kath. Kirche in Inzlingen zu sehen. Ein Büchertisch lädt zum Schmökern ein (die Bücher dürfen auch mitgenommen werden), es gibt Info-Material und eine Schatzkiste mit Zitaten aus und um die Religionen, die mitgenommen werden dürfen.
Gelungener Auftakt zum ökumenischen Weltethos-Projekt
Im gut besetzten Hebelsaal des Dreiländermuseums hat Prof. Dr. Klaus M. Leisinger das ökumenische Projekt „Weltethos“ eröffnet. Der emeritierte Professor für Soziologie Klaus Leisinger arbeitete in zahlreichen Beraterfunktionen für nationale und internationale Organisationen wie den UN Global Compact, die Weltbank und das Weltwirtschaftsforum. Unter anderem ist Mitglied des Kernteams der Initiative „Ethics in Action“ der Päpstlichen Akademie der Wissenschaften.
Mit seinem Vortrag „Das Weltethos-Gedankengut als Werte-Kompass für nachhaltige Entwicklung“ hat er den Nerv der Zeit getroffen: die Welt ist von vielen schweren Krisen betroffen, der „soziale Kitt“ in der Gesellschaft bröckelt, es gab noch nie so viele Menschen auf der Erde. Dringend stellt sich die Frage, wie die anstehenden Herausforderungen gelöst werden können. Auf den Punkt gebracht hieße die Antwort: Es ist das Gebot der Stunde, sich über Werte, Normen und Ziele zu unterhalten, die weltweit gemeinsam im Mittelpunkt des Handelns stehen sollen.
Was heißt gutes Leben? Fragt man tansanische Kinder, heißt die Antwort: 3x täglich essen, Toilette, Bad. Fragt man die high society, mag sie ganz anders lauten: Porsche, Pool, Champagner, Botox.
Welche Werte sind zu berücksichtigen?
Schlaglichtartigen Thesen können viele zustimmen. Wenn es konkret wird, sieht es schon anders aus. Dennoch muss es konkret werden – und sowohl der Staat, als auch Institutionen als auch jede, jeder Einzelne ist aufgefordert und im Stande, dazu einen Beitrag zu leisten. Es steht außer Frage, dass es außer den Menschenrechten auch Menschenpflichten gibt.
Die Frage nach Prioritäten ist nicht einfach zu beantworten und nur im ehrlichen, ebenbürtigen Dialog zu behandeln. „Wer eine Lösung sucht, sucht das Gespräch über Dinge, die verbinden und schafft so das Vertrauen, über Dinge sprechen zu können, die uns trennen“ – so der weltweit bestens vernetzte Leisinger, Mitglied in mehreren Arbeitskreisen und Kommissionen im Vatikan, in der UNO, und in verschiedenen anderen Kommissionen. Jede Handlung hat erwünschte Wirkungen und unerwünschte Wirkungen und führt unweigerlich in Dilemmata. Darüber muss man sich bewusst sein, und darüber muss man sich verständigen.
Ein weltweit gemeinsames Ethos ist die Voraussetzung dafür, dass Frieden unter den Nationen, Religionen und Kulturen möglich ist. Dabei geht es nicht um Einheitlichkeit, sondern um Menschlichkeit und Gegenseitigkeit („Was du nicht willst, das man dir tu…“)
Humorvoll zitiert er Albert Einstein: „Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, mit der sie entstanden sind. Die reinste Form des Wahnsinns ist, alles beim Alten zu lassen und zu hoffen, dass sich etwas ändert“.
Die Ausstellung „Weltreligionen – Weltfrieden – Weltethos“, die in den nächsten Wochen ausgehend von Inzlingen durch mehrere ev. und kath. Kirchengemeinden in und um Lörrach wandert, und für die der Vortrag Leisingers den Auftakt bildete, gründet sich auf die Arbeit des Theologen Hans Küng.
Die Arbeit von Hans Küng und seinen Mitarbeitenden zeigt, dass es Werte und Moralvorstellungen gibt, die von Menschen aller Glaubensrichtungen und Weltanschauungen und aller Kulturen zu allen Zeiten anerkannt und geschätzt wurden: Gewaltlosigkeit und Ehrfurcht vor dem Leben, Solidarität und eine gerechte Wirtschaftsordnung, eine Kultur der Toleranz und Wahrhaftigkeit, gegenseitige Achtung, Gleichberechtigung und Partnerschaft von Mann und Frau, ökologische Verantwortung.
Was als „Erklärung zum Weltethos“ in Chicago 1993 begann, wurde zum Werte-Kern der UNO-Millenniumserklärung und der Agenda 2030 für Nachhaltige Entwicklung.
Sehr glaubwürdig beantwortet Klaus Leisinger auch kritische Fragen aus dem Publikum. Warum er über seine Pensionsgrenze hinaus sich noch derart engagiere – angesichts der Tatsache, dass die Welt in derart massiven, komplexen Krisen steckt und alle Bemühungen um mehr Gerechtigkeit und Frieden erfolglos erscheinen? „Sehen Sie: wenn wir alles, was an Gutem passiert, addieren – dann ist das doch eine ganze Menge. Lassen Sie uns die kleinen Erfolge feiern.“ Und: „Es ist das Antlitz Gottes, das wir zum Leuchten bringen - oder nicht.“ So seine Antwort.
Damit konnte das Publikum nachdenklich und gestärkt in den Abend gehen. Viele blieben noch stehen und tauschten sich über die vielen, dicht, kompetent und verständlich vorgetragenen Gedanken aus.
Der Arbeitskreis der katholischen Kirchengemeinde Lörrach-Inzlingen „Im Leben Glauben entdecken – im Glauben Leben finden“, der die Ausstellung im 30. Jahr der „Erklärung zum Weltethos“ nach Lörrach holt und mit zahlreichen Kooperationspartner*innen ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt hat, freut sich über den gelungenen Auftakt und auf guten Besuch weiterer spannender Veranstaltungen.
Mit seinem Vortrag „Das Weltethos-Gedankengut als Werte-Kompass für nachhaltige Entwicklung“ hat er den Nerv der Zeit getroffen: die Welt ist von vielen schweren Krisen betroffen, der „soziale Kitt“ in der Gesellschaft bröckelt, es gab noch nie so viele Menschen auf der Erde. Dringend stellt sich die Frage, wie die anstehenden Herausforderungen gelöst werden können. Auf den Punkt gebracht hieße die Antwort: Es ist das Gebot der Stunde, sich über Werte, Normen und Ziele zu unterhalten, die weltweit gemeinsam im Mittelpunkt des Handelns stehen sollen.
Was heißt gutes Leben? Fragt man tansanische Kinder, heißt die Antwort: 3x täglich essen, Toilette, Bad. Fragt man die high society, mag sie ganz anders lauten: Porsche, Pool, Champagner, Botox.
Welche Werte sind zu berücksichtigen?
Schlaglichtartigen Thesen können viele zustimmen. Wenn es konkret wird, sieht es schon anders aus. Dennoch muss es konkret werden – und sowohl der Staat, als auch Institutionen als auch jede, jeder Einzelne ist aufgefordert und im Stande, dazu einen Beitrag zu leisten. Es steht außer Frage, dass es außer den Menschenrechten auch Menschenpflichten gibt.
Die Frage nach Prioritäten ist nicht einfach zu beantworten und nur im ehrlichen, ebenbürtigen Dialog zu behandeln. „Wer eine Lösung sucht, sucht das Gespräch über Dinge, die verbinden und schafft so das Vertrauen, über Dinge sprechen zu können, die uns trennen“ – so der weltweit bestens vernetzte Leisinger, Mitglied in mehreren Arbeitskreisen und Kommissionen im Vatikan, in der UNO, und in verschiedenen anderen Kommissionen. Jede Handlung hat erwünschte Wirkungen und unerwünschte Wirkungen und führt unweigerlich in Dilemmata. Darüber muss man sich bewusst sein, und darüber muss man sich verständigen.
Ein weltweit gemeinsames Ethos ist die Voraussetzung dafür, dass Frieden unter den Nationen, Religionen und Kulturen möglich ist. Dabei geht es nicht um Einheitlichkeit, sondern um Menschlichkeit und Gegenseitigkeit („Was du nicht willst, das man dir tu…“)
Humorvoll zitiert er Albert Einstein: „Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, mit der sie entstanden sind. Die reinste Form des Wahnsinns ist, alles beim Alten zu lassen und zu hoffen, dass sich etwas ändert“.
Die Ausstellung „Weltreligionen – Weltfrieden – Weltethos“, die in den nächsten Wochen ausgehend von Inzlingen durch mehrere ev. und kath. Kirchengemeinden in und um Lörrach wandert, und für die der Vortrag Leisingers den Auftakt bildete, gründet sich auf die Arbeit des Theologen Hans Küng.
Die Arbeit von Hans Küng und seinen Mitarbeitenden zeigt, dass es Werte und Moralvorstellungen gibt, die von Menschen aller Glaubensrichtungen und Weltanschauungen und aller Kulturen zu allen Zeiten anerkannt und geschätzt wurden: Gewaltlosigkeit und Ehrfurcht vor dem Leben, Solidarität und eine gerechte Wirtschaftsordnung, eine Kultur der Toleranz und Wahrhaftigkeit, gegenseitige Achtung, Gleichberechtigung und Partnerschaft von Mann und Frau, ökologische Verantwortung.
Was als „Erklärung zum Weltethos“ in Chicago 1993 begann, wurde zum Werte-Kern der UNO-Millenniumserklärung und der Agenda 2030 für Nachhaltige Entwicklung.
Sehr glaubwürdig beantwortet Klaus Leisinger auch kritische Fragen aus dem Publikum. Warum er über seine Pensionsgrenze hinaus sich noch derart engagiere – angesichts der Tatsache, dass die Welt in derart massiven, komplexen Krisen steckt und alle Bemühungen um mehr Gerechtigkeit und Frieden erfolglos erscheinen? „Sehen Sie: wenn wir alles, was an Gutem passiert, addieren – dann ist das doch eine ganze Menge. Lassen Sie uns die kleinen Erfolge feiern.“ Und: „Es ist das Antlitz Gottes, das wir zum Leuchten bringen - oder nicht.“ So seine Antwort.
Damit konnte das Publikum nachdenklich und gestärkt in den Abend gehen. Viele blieben noch stehen und tauschten sich über die vielen, dicht, kompetent und verständlich vorgetragenen Gedanken aus.
Der Arbeitskreis der katholischen Kirchengemeinde Lörrach-Inzlingen „Im Leben Glauben entdecken – im Glauben Leben finden“, der die Ausstellung im 30. Jahr der „Erklärung zum Weltethos“ nach Lörrach holt und mit zahlreichen Kooperationspartner*innen ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt hat, freut sich über den gelungenen Auftakt und auf guten Besuch weiterer spannender Veranstaltungen.
Finnisage Ausstellung „Weltreligionen-Weltfrieden-Weltethos“
Ein großer Dank an alle Beteiligten
Mit einem sehr gut besuchten ökumenischen Gottesdienst und einem bunten Fest in und um die Nikolauskirche in Hauingen ging am 23. Juli die Ausstellung „Weltreligionen – Weltfrieden – Weltethos“ zu Ende.
12 Wochen lang ist sie durch 6 evangelische und katholische Kirchengemeinden in und um Lörrach gewandert. 14 Kooperationspartnerinnen und – partner haben sich dafür zusammengetan und ein reichhaltiges, vielfältiges Rahmenprogramm erstellt. Bildung, Begegnung, Kultur, Feier hatten darin einen guten Platz.
Rund 450 Personen haben die ca 20 Veranstaltungen besucht.
Die 5 Gottesdienste sind dabei nicht mitgezählt, auch nicht diejenigen, die die Ausstellung „einfach so“ in den verschiedenen Kirchen und Gemeindehäusern besucht haben.
Etwa 200 Schülerinnen und Schüler aus 13 Klassen haben sich im Rahmen eines Ausstellungsbesuchs mit der Thematik befasst.
Mit Freude und Dankbarkeit blickt der Arbeitskreis „Im Leben Glauben entdecken – im Glauben leben finden“ auf das vergangene Vierteljahr zurück. Zusammen mit zahlreichen Kooperationspartner*innen über die Grenzen von Lörrach, über die Grenzen der Konfessionen, und über die Grenzen von Religionen hinweg ist es gelungen, Menschen für das Thema „Weltethos“ zu interessieren, Gedanken anzustoßen, Gespräche in Gang zu bringen, Lesungen und Musik zu genießen, Gottesdienste zu feiern. Weit über die Grenzen des Wiesentals hinaus hat das aufmerksame Beachtung gefunden haben, u.a. auf der Homepage des Erzbistums und auf der Homepage des „Projekts Weltethos“.
Roland Jakob-Roetne, der Vorsitzende des Pfarrgemeinderats der Kath. Kirchengemeinde, hat es in seinem Resümee zur Finnissage so formuliert: „Das Projekt ist explodiert! Mit der Idee, die Weltethos Ausstellung hierher zu holen, hat unser kleiner Arbeitskreis eine Lawine an Interesse losgetreten. Die Begeisterung eigene Ideen einzubringen war immens. Freude, Engagement und Leichtigkeit waren die Triebfedern. Überall gab es offene Türen und viel Entgegenkommen und Hilfsbereitschaft. Ich bin mir sicher, dass die Erfahrung dieses guten Miteinanders, das Erste ist, an was wir uns auch nach Jahren erinnern werden. Es ist gut, die erfahrene gute Gemeinschaft weiterhin zu pflegen und Begegnungen zu ermöglichen.“
Und so war es für Rita Sprich, Gemeindereferentin der Kath. Kirchengemeinde Lörrach-Inzlingen, nicht schwer, ein von Herzen kommendes „Dankeschön“ zu sagen: allen voran dem überaus engagierten AK „Im Leben Glauben entdecken – im Glauben Leben finden“, der sich zu diesem Anlass über die Pfarrei- und Konfessionsgrenzen hinaus erweitert hat. Aber auch den über 100 Engagierten, die sich in den verschiedensten Bereichen eingebracht haben. Irmgard Michalek bedankte sich noch extra bei Martina Schüssler und Rita Sprich und hob deren besonders großen Beitrag zu diesem Projekt und zu dieser großen ökumenischen Zusammenarbeit hervor.
Bereits im Gottesdienst wurde deutlich: zumindest die Glaubenden in den monotheistischen Religionen haben in Hagar, Sarah und Abraham die gleichen Wurzeln – sind also – folgt man der Bibel – Geschwister. Puzzleteile, die zu einem Herz zusammengefügt wurden, haben anschaulich gemacht, dass die Goldene Regel die Botschaft aller Heiligen Schriften ist.
Diese Friedensbotschaft wurde in zahlreichen aus verschiedenen Ländern stammenden Liedern ausgedrückt, die der Projektchor rund um den kath. Kirchenchor St. Josef unter der Leitung von Philipp Geisen einstudiert hatte. Und Pfarrerin Martina Schüssler hat die Gemeinde in Bewegung gebracht mit dem Lied „Gott Gab uns Atem… Gott hat uns diese Erde gegeben, dass wir auf ihr die Zeit bestehn!“
So hoffen die Veranstalter, dass die Offenheit für einander, die Bereitschaft, aufeinander zuzugehen, und das Interesse für das von Prof. Dr. Hans Küng angestoßene Werk in Lörrach weiter wirkt und Früchte trägt.
Rund 450 Personen haben die ca 20 Veranstaltungen besucht.
Die 5 Gottesdienste sind dabei nicht mitgezählt, auch nicht diejenigen, die die Ausstellung „einfach so“ in den verschiedenen Kirchen und Gemeindehäusern besucht haben.
Etwa 200 Schülerinnen und Schüler aus 13 Klassen haben sich im Rahmen eines Ausstellungsbesuchs mit der Thematik befasst.
Mit Freude und Dankbarkeit blickt der Arbeitskreis „Im Leben Glauben entdecken – im Glauben leben finden“ auf das vergangene Vierteljahr zurück. Zusammen mit zahlreichen Kooperationspartner*innen über die Grenzen von Lörrach, über die Grenzen der Konfessionen, und über die Grenzen von Religionen hinweg ist es gelungen, Menschen für das Thema „Weltethos“ zu interessieren, Gedanken anzustoßen, Gespräche in Gang zu bringen, Lesungen und Musik zu genießen, Gottesdienste zu feiern. Weit über die Grenzen des Wiesentals hinaus hat das aufmerksame Beachtung gefunden haben, u.a. auf der Homepage des Erzbistums und auf der Homepage des „Projekts Weltethos“.
Roland Jakob-Roetne, der Vorsitzende des Pfarrgemeinderats der Kath. Kirchengemeinde, hat es in seinem Resümee zur Finnissage so formuliert: „Das Projekt ist explodiert! Mit der Idee, die Weltethos Ausstellung hierher zu holen, hat unser kleiner Arbeitskreis eine Lawine an Interesse losgetreten. Die Begeisterung eigene Ideen einzubringen war immens. Freude, Engagement und Leichtigkeit waren die Triebfedern. Überall gab es offene Türen und viel Entgegenkommen und Hilfsbereitschaft. Ich bin mir sicher, dass die Erfahrung dieses guten Miteinanders, das Erste ist, an was wir uns auch nach Jahren erinnern werden. Es ist gut, die erfahrene gute Gemeinschaft weiterhin zu pflegen und Begegnungen zu ermöglichen.“
Und so war es für Rita Sprich, Gemeindereferentin der Kath. Kirchengemeinde Lörrach-Inzlingen, nicht schwer, ein von Herzen kommendes „Dankeschön“ zu sagen: allen voran dem überaus engagierten AK „Im Leben Glauben entdecken – im Glauben Leben finden“, der sich zu diesem Anlass über die Pfarrei- und Konfessionsgrenzen hinaus erweitert hat. Aber auch den über 100 Engagierten, die sich in den verschiedensten Bereichen eingebracht haben. Irmgard Michalek bedankte sich noch extra bei Martina Schüssler und Rita Sprich und hob deren besonders großen Beitrag zu diesem Projekt und zu dieser großen ökumenischen Zusammenarbeit hervor.
Bereits im Gottesdienst wurde deutlich: zumindest die Glaubenden in den monotheistischen Religionen haben in Hagar, Sarah und Abraham die gleichen Wurzeln – sind also – folgt man der Bibel – Geschwister. Puzzleteile, die zu einem Herz zusammengefügt wurden, haben anschaulich gemacht, dass die Goldene Regel die Botschaft aller Heiligen Schriften ist.
Diese Friedensbotschaft wurde in zahlreichen aus verschiedenen Ländern stammenden Liedern ausgedrückt, die der Projektchor rund um den kath. Kirchenchor St. Josef unter der Leitung von Philipp Geisen einstudiert hatte. Und Pfarrerin Martina Schüssler hat die Gemeinde in Bewegung gebracht mit dem Lied „Gott Gab uns Atem… Gott hat uns diese Erde gegeben, dass wir auf ihr die Zeit bestehn!“
So hoffen die Veranstalter, dass die Offenheit für einander, die Bereitschaft, aufeinander zuzugehen, und das Interesse für das von Prof. Dr. Hans Küng angestoßene Werk in Lörrach weiter wirkt und Früchte trägt.
Was feiern wir eigentlich an… ? so fragen sich nicht nur Kinder bei manchen Festen.
Der AK „Im Leben Glauben entdecken – im Glauben Leben finden“ hat sich der Frage angenommen und für die Kommunionfamilien Kurzinfos von Fastenzeit bis Sommerferien verschickt, meist ergänzt durch Hinweise auf kleine Youtube-Filmchen, die das Fest nochmal auf andere Weise erklären.
So gab es Informationen zu Fastenzeit, Hungertuch, Palmsonntag, Gründonnerstag, Karfreitag und Osternacht, Christi Himmelfahrt, Pfingsten, Dreifaltigkeitssonntag, Fronleichnam, Johannes der Täufer,… und einige folgen noch bis zu den Sommerferien.
Wichtig war, im Sinne unseres Grundgedankens „Im Glauben Leben finden“ aktuelle Bezüge zu unserem täglichen Leben aufzuzeigen und Anregungen zu eigenem Überlegen gegeben.
Wichtig war auch, die Familien auf unkompliziertem Weg zu erreichen. Deswegen haben alle das Angebot bekommen, den Messengerdienst „Threema“ auf ihr Handy zu laden, über den die Familien die Nachrichten bekommen haben.
So gab es Informationen zu Fastenzeit, Hungertuch, Palmsonntag, Gründonnerstag, Karfreitag und Osternacht, Christi Himmelfahrt, Pfingsten, Dreifaltigkeitssonntag, Fronleichnam, Johannes der Täufer,… und einige folgen noch bis zu den Sommerferien.
Wichtig war, im Sinne unseres Grundgedankens „Im Glauben Leben finden“ aktuelle Bezüge zu unserem täglichen Leben aufzuzeigen und Anregungen zu eigenem Überlegen gegeben.
Wichtig war auch, die Familien auf unkompliziertem Weg zu erreichen. Deswegen haben alle das Angebot bekommen, den Messengerdienst „Threema“ auf ihr Handy zu laden, über den die Familien die Nachrichten bekommen haben.
Ziel dieses Projektes im Rahmen unseres Grundgedankens „Im Glauben Leben finden“ war es, während der Corona Zeit einen neuen Zugang zu den Evangelien der Fastensonntage, der Karwoche und Ostern zu ermöglichen. Dazu wurden:
- das neue, erstmals ökumenisch gestaltete Hungertuch von Misereor und Brot für die Welt eingesetzt, das unter dem Leitwort stand: „Du stellst meine Füße auf weiten Raum – von der Kraft des Wandels“.
- Impulsbriefe für jeden Sonntag erstellt,
- im Altarraum eine Klagemauer gebaut, wo man die Impulse ganztägig mitnehmen konnte (St. Peter und Paul),
- in den Fenstern des Michaelshauses in St. Josef jedes der Evangelien mit Figuren und anderen Materialien lebendig dargestellt. Die Impulse konnte man da ebenfalls ganztägig abholen.
Zusätzlich wurde passend dazu eine ökumenische Fastenandacht in der Nikolauskirche in Hauingen gefeiert.
Wichtig war uns, diese Evangelien im Zusammenhang zu betrachten. Die Aktion wurde wie in einer Programmzeitschrift angekündigt. Die Sprache war bewusst Alltagssprache und enthielt dadurch durchaus Stolpersteine, da man zumindest in Ansätzen das Gefühl hatte, dass die Ereignisse erst gestern waren und nicht vor 2000 Jahren:
°Es gibt fünf Sonntage: am ersten geht es darum, dass Jesus 40 Tage lang in der Wüste gelebt hat. Beim zweiten macht Jesus eine abenteuerliche Bergtour, am dritten hören wir, dass Jesus völlig ausrastet und ganz wild wird. "Wir müssen die Welt retten" - das ist das Thema des vierten Fastensonntags. Am fünften Sonntag hören wir, dass Jesus ganz verzweifelt ist, weil er seinen Tod kommen sieht. Am Palmsonntag schließlich hören wir, dass Jesus von den Bewohnern Jerusalems überschwänglich begrüßt wird, obwohl sie ja wenig später seinen Tod fordern.
Es folgen in der Karwoche der Bericht über sein berühmtes Abendessen mit den 12 Freunden am Gründonnerstag, dann der Bericht über Jesu Sterben am Karfreitag.
In der Osternacht wird dann das Unfassbare erzählt: Leben trotz des Todes. Und es waren in bemerkenswerter Weise zuerst ein paar Frauen, die gespürt hatten, dass Jesus lebt. Davon hören wir am Ostersonntag.°
°Es gibt fünf Sonntage: am ersten geht es darum, dass Jesus 40 Tage lang in der Wüste gelebt hat. Beim zweiten macht Jesus eine abenteuerliche Bergtour, am dritten hören wir, dass Jesus völlig ausrastet und ganz wild wird. "Wir müssen die Welt retten" - das ist das Thema des vierten Fastensonntags. Am fünften Sonntag hören wir, dass Jesus ganz verzweifelt ist, weil er seinen Tod kommen sieht. Am Palmsonntag schließlich hören wir, dass Jesus von den Bewohnern Jerusalems überschwänglich begrüßt wird, obwohl sie ja wenig später seinen Tod fordern.
Es folgen in der Karwoche der Bericht über sein berühmtes Abendessen mit den 12 Freunden am Gründonnerstag, dann der Bericht über Jesu Sterben am Karfreitag.
In der Osternacht wird dann das Unfassbare erzählt: Leben trotz des Todes. Und es waren in bemerkenswerter Weise zuerst ein paar Frauen, die gespürt hatten, dass Jesus lebt. Davon hören wir am Ostersonntag.°
Wir haben die Evangelien in Zoom-Sitzungen gelesen und intensiv diskutiert. Die ausgetauschten Gedanken wurden als Impulse veröffentlicht. Damit es nicht zu theoretisch wurde, enthielten die Briefe Anregungen zum Nachdenken, Mitmachaktionen, Seiten speziell für Kinder und manchmal auch kleine „Uffsteller“ z.B. in Form von Schokolade.
So konnten viele trotz Corona mit dem Evangelium in Kontakt kommen, da die Besucherzahlen bei den Gottesdiensten begrenzt waren.
Das aktuelle Projekt ist die Ausstellung „Ich bin da. Lost in Space – oder: der liebe Gott bei uns am Frühstückstisch.“
Um direkte und authentische Lebens- und Glaubenserfahrungen benennen zu können, haben wir unterschiedliche Menschen gefragt: „Gibt es in Ihrem Alltag Situationen, in denen Sie die Gegenwart Gottes erleben?“. 12 Poster mit Foto, Kernsatz und kurzem Text geben die sehr persönlichen Aussagen komprimiert wieder und regen zu eigenen Gedanken an.
Die Vernissage der Ausstellung war am 21.9.2018 in Lörrach. Danach wurde die Ausstellung an vielen weiteren Orten gezeigt, zum Beispiel im Landratsamt, in Rathäusern, Kindergärten, Schulen, bei Firmvorbereitungen und Bildungsveranstaltungen. Sie kann auch jetzt noch ausgeliehen werden (Kontakt: Rita Sprich).
Presseberichte
- Wo Menschen in ihrem Leben Gott begegnen, Sabine Ehrentreich, Badische Zeitung, 7.9.2018
- Ist Gott im Alltag erfahrbar?, Markus Greiß, Die Oberbadische, 6.9.2018
- Erläuterung zur Ausstellung „Ich bin da“, ‚s Blättli, 7.9.2018
- Wo Menschen Gott begegnen, Diözese Rottenburg-Stuttgart:
Externerlink zum Artikel - Gott begegnen, Neckar-Chronik, 14.11.2019,
- Schönauer Anzeiger, Nr.28, 12.7.2019
Das Projekt war inspiriert von den Themenheften „Hotspots des Lebens“ unserer Diözese. Schulkinder gestalteten individuell über 500 Danke-Karten, mit denen wir am Samstag vor dem Erntedanksonntag (4.10.2014) an einem Stand in der Lörracher Innenstadt die Passanten einluden jemandem einen Dank zu schicken. Es entwickelten sich viele kurze und intensive Gespräche und alle Karten fanden ihren Weg zu einem geschätzten Menschen.
Pressebericht:
300-mal Danke, Rita Sprich, Neue Gespräche, 45 (Mai 2015) S.29
An den Sonntagen in der Fastenzeit lädt in unserer Kirchengemeinde die ACK am Nachmittag zu Fastenmeditationen ein. Frauen und Männer aus Kirche, Politik und Gesellschaft sprechen über wichtige und aktuelle Themen. Wir haben angeregt, dass die zahlreichen Teilnehmer nach den Veranstaltungen die Möglichkeit erhalten noch zu verweilen um miteinander und mit den Referenten und Referentinnen ins Gespräch zu kommen.
des Gemeinsamen Ausschusses der SE Lörrach-Inzlingen
am 23.9.2011 mit Max-Josef Schuster, einem der Autoren des Buches „Menschen auf der Schwelle, Neue Perspektiven für die alte Pfarrgemeinde“. Zentrale Aspekte dabei waren unter anderem, dass die entscheidende religiöse Erfahrung im Alltag stattfindet, und dass wir einen (neuen) Stil des Arbeitens mit Menschen haben sollten: Kirche eröffnet Räume für Begegnung und Austausch. Das Ergebnis liegt nicht in ihrer Hand. Gottvertrauen ist gefragt.















