Zukunftswerkstatt St. Peter

 

Bericht der Zukunftswerkstatt St. Peter

Am 7./8.2. gestaltete die Pfarrei St. Peter eine Zukunftswerkstatt (ZWS). Diese wurde von dem Organisationsberater Dr. Michael Heim moderiert.
In intensiven und anregenden Gesprächen und Austauschrunden wurde über die Zukunft der Pfarrei St. Peter beraten. Am Ende der ZWS standen 10 Projekte bzw. Aufgaben, die kurzfristig bzw. mittelfristig angegangen werden sollen.

Quelle: Kath. Pfarrgemeinde St. Peter

Quelle: Kath. Pfarrgemeinde St. Peter

Allen Beteiligten war klar, dass nur Projekte und Aufgaben verwirklicht werden können, für die sich ehrenamtliche Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen engagieren. Wo dies nicht der Fall sein wird, wird auch nichts „ins Leben gerufen“ werden können.
Die Struktur der Kirche in Deutschland wird sich mehr und mehr in eine Kirche der Ehrenamtlichen entwickeln. Hauptberufliche werden mehr und mehr in die Rolle der Begleiter*innen, Unterstützer*innen, Anreger*innen gehen (müssen).

Quelle: Kath. Pfarrgemeinde St. Peter

Quelle: Kath. Pfarrgemeinde St. Peter

Eingerahmt von spirituellen Impulsen von Diakon Ralf Ochs wurde während der ZWS heftig diskutiert und sich ausgetauscht. Durch alle Gespräche zog sich die Sorge, ob die Kirche St. Peter nach einer Renovierungsphase wieder eröffnet werden könne. Die Entscheidung liegt im Ordinariat und soll noch vor Ostern der Pfarrei mitgeteilt werden.
Die Teilnehmer*innen der ZWS entschieden, dass aus der ZWS heraus ein Brief an Erzbischof Burger geschrieben wird, in dem die große Sorge der Pfarrei St. Peter um „ihre“ Kirche mitgeteilt werden soll, die Argumente für den Erhalt der Kirche nochmals gesammelt aufgeführt werden und in dem die Bitte an den Bischof, das notwendige Geld für die Sanierung des Daches zur Verfügung zu stellen, formuliert wird.

Quelle: Kath. Pfarrgemeinde St. Peter

Quelle: Kath. Pfarrgemeinde St. Peter

Ebenso wurde entscheiden einen Förderverein „Pro St. Peter“ zu gründen, der im Falle einer Sanierung der Kirche Spendengelder generieren soll.
 
Desweiteren wurden 8 pastorale Projekte bzw. Aufgaben formuliert, die kurz- und mittelfristig in die Tat umgesetzt werden sollen. Diese sind im Folgenden aufgeführt.
 
Ralf Ochs
 

Quelle: Kath. Pfarrgemeinde St. Peter

Quelle: Kath. Pfarrgemeinde St. Peter

 
Ergebnisse der  Zukunftswerkstatt (ZWS) 

Quelle: Kath. Kirchengemeinde Lörrach und Inzlingen

 
 

BERICHT von der badischen Zeitung vom 11.02.2020

St. Peter braucht dringend Freiwillige

Von Daniel Scholaster
 
Gemeinden kooperieren bei Jugendarbeit / Entscheidung zu Kirchendach offen / Spendenaufruf für Außensanierung.

Unsicher ist noch immer, was mit der Kirche St. Peter geschieht.LÖRRACH. In der Pfarrei St. Peter werden mehr Ehrenamtliche mehr Aufgaben übernehmen müssen. Pfarrer und Diakone könnten dies nicht mehr allein bewältigen, sagte Pfarrer Thorsten Becker bei der Vorstellung der Ergebnisse der Zukunftswerkstatt der Gemeinde am Wochenende. Er betonte, die Menschen bildeten den Kern von St. Peter, nicht die Gebäude. Ralf Ochs wies darauf hin, dass auf diesem Konzept auch die Entscheidungen der Zukunftswerkstatt beruhten.
 
Wenn es in der Pfarrei neue Aktivitäten geben solle, müssten vor allem Freiwillige sie tragen. Die Mitglieder hatten am Freitag und Samstag mit externen Partnern beratschlagt, wie es mit der Pfarrei weitergehen soll. Am Sonntag stellte Diakon Ralf Ochs die Ergebnisse vor. Zu den Aktivitäten gehörten Fahrdienste für mobilitätseingeschränkte Gemeindemitglieder, Kranken- und Jubilarsbesuche sowie die Verbesserung der Webseite von St. Peter. Auch die Einrichtung einer Gebetsgruppe sei anvisiert worden. Zudem soll es einen Tiersegnungsgottesdienst geben, an dem Diakon Ochs mitwirken wird. Des Weiteren ist ein spiritueller Besinnungsweg mit mehreren Stationen im Grüttpark geplant. Dabei sei die Pfarrei jedoch auf die Mitwirkung von weiteren Partnern angewiesen.
 
Um solche Kooperationen besser zu ermöglichen, sind bei der Zukunftswerkstatt bewusst auch Mitglieder der anderen Pfarreien der Katholischen Kirchengemeinde Lörrach & Inzlingen und der Evangelischen Gemeinde an der Christuskirche einbezogen worden. Es gehe auch darum, so Ochs, einen Blick von außen auf St. Peter zu gewinnen und davon zu profitieren.
 
Von einer Vorstellung müssten sich die Mitglieder der Pfarrei jedoch verabschieden, bedauerte Ochs: Seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil seien Pfarreien als große Familien verstanden worden, in denen es viele Gruppen gab. "Das wird es so nicht mehr geben." Jugendarbeit werde beispielsweise bald in Kooperation mit mehreren Pfarreien getragen werden müssen, weil eine allein nicht mehr die Ressourcen dafür haben werde. Mit Blick auf die anstehende Umstrukturierung der Kirchengemeinden im Erzbistum Freiburg – im Jahr 2030 soll im Landkreis eine riesige Pfarrei entstehen – müssten diese Fragen schon jetzt geklärt werden.
 
Das große Thema, das die Gemeindemitglieder beschäftigt, betrifft die Zukunft des Kirchengebäudes. Zwar wies Ochs darauf hin, die Pfarrei bleibe auch bestehen, wenn die Kirche nicht saniert wird, bereitet die Ungewissheit vielen Gemeindemitgliedern Sorgen. Die Entscheidung liege inzwischen allein beim Ordinariat in Freiburg. Erzbischof Stephan Burger und seine Mitarbeiter hätten zugesagt, noch vor Ostern mitzuteilen, ob das Erzbistum die Dachsanierung finanzieren werde, die ungefähr zwei Millionen Euro koste.
 
Die Pfarrei werde den Erzbischof noch einmal in einem Brief dringend um seine Unterstützung bitten. Doch selbst wenn die Wiederherstellung des Kirchendaches geklärt sein sollte, bliebe eine Summe von etwa einer Million Euro für die Außensanierung der Kirche übrig. Um diese einzuwerben, wird bis Mitte Juni ein neuer Verein mit dem Namen Pro St. Peter gegründet, der zusätzliche Spendeneinnahmen generieren soll.