Wegweiser 01/2026

Und wie so oft hat Gott Sinn für ein Augenzwinkern.
In den letzten Wochen haben mich mehrere kleine Zeichen daran erinnert, wie wichtig der heilige Blasius für unser Leben geworden ist.
Als ich mich darauf vorbereitete, eine Messe zu feiern, hatte der Mesner bereits zwei Kerzen bereitgestellt – sorgfältig vorbereitet für den Blasius-Segen. Alles schien bereit zu sein … bis wir feststellten, dass das Datum noch nicht stimmte! Kurz darauf schickte mir eine Gläubige ein Foto vom Blasius-Segen des vergangenen Jahres. Fast so, als wolle sich der heilige Blasius selbst wieder in Erinnerung rufen.
Diese Ereignisse, so schlicht sie auch waren, haben mir bewusst gemacht, wie sehr der heilige Blasius in den letzten Jahren zu einem wertvollen Fürsprecher geworden ist. Als Bischof und Märtyrer gilt er traditionell als Schutzpatron gegen Halskrankheiten und andere Leiden. In diesem Jahr haben wir die Freude, den Blasius-Segen bereits am 2. Februar zu feiern und uns damit mit dem Gebet der Kirche zu verbinden, die den heiligen Blasius am 3. Februar begeht.
Diese Feier erhält eine besondere Bedeutung im aktuellen Kontext der Grippe, die viele Familien betrifft. Sie erinnert uns daran, wie kostbar unsere Gesundheit ist – und wie zerbrechlich sie sein kann. Ich kann davon auch persönlich Zeugnis geben. Während der Feiertage zum Jahresende hat mich eine starke Grippe daran gehindert, das Fest der Heiligen Familie gemeinsam mit der Gemeinde zu feiern. Eine gewiss frustrierende Erfahrung, aber zugleich auch eine Gelegenheit, neu zu entdecken, wie wichtig es ist, auf sich selbst zu achten und sich vom Gebet anderer tragen zu lassen.
Der Blasius-Segen mit den zwei gekreuzten Kerzen vor dem Hals ist kein magischer Ritus. Er ist vor allem ein Gebet des Vertrauens, ein Akt des Glaubens, in dem wir Gott unsere Verletzlichkeit anvertrauen: unseren Atem, unsere Stimme, unsere Fähigkeit zu sprechen, zu singen und das Leben weiterzugeben. Wenn wir diesen Segen empfangen, bringen wir unseren Wunsch zum Ausdruck, trotz Gegenwind und Unvorhergesehenem das Leben in Fülle zu leben, und wir erkennen dankbar an, dass jeder gesunde Tag ein Geschenk ist.
Von Herzen wünsche ich allen eine gute Gesundheit an Leib und Seele für dieses ganze Jahr.
Möge der heilige Blasius für uns eintreten, uns schützen, trösten und durch alle Zeiten unseres Lebens begleiten.
Und wenn sich doch einmal ein kleines Husten bemerkbar macht … dann wissen wir, an wen wir denken dürfen 😉                                        
Pater Yves Irakoze, Vikar
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